Mitteilung vom direkten Umfeld des Angegriffenen aus Göttingen

„Wir sind Menschen aus dem direkten Umfeld des Angegriffenen. Wir sind überwältigt von der großen Anteilnahme, den solidarischen Nachrichten, Fotos & Videos, die uns erreichen. Auch über die ganzen Demos und Spontis freuen wir uns sehr. Uns ist dabei wichtig, dass Partei-, Organisations- und Nationalfahnen zu Hause bleiben oder durch Antifa-Fahnen ersetzt werden.

Wir bitten euch die Demos nicht für eure eigenen Anliegen zu instrumentalisieren, sondern euch solidarisch zu zeigen und unser aller Wut und Trauer auf die Straße zu bringen. Bei der Demo am Montag in Göttingen waren einige Angehörige und Freund:innen erschüttert über die sichtbare Vereinnahmung durch Fahnen, Redebeiträge und gerufene Parolen. Einige von uns sind wieder nach Hause gegangen, weil sie das Bild der Demo nicht ausgehalten haben. Das fühlt sich für uns nicht nach Unterstützung an.

Bei allen anderen wollen wir uns nochmal für eure Unterstützung bedanken. Das alles gibt uns Kraft weiter zu machen und durchzuhalten.“

Instagram @redical.m @antifajugend_goe @il_goettingen @a_goettingen @fau_goe

Soli-Grüße aus Lüneburg

Mit großer Erschütterung und Wut hat uns die Nachricht erreicht, dass in Göttingen in der Nacht vom 20.6. auf den 21.6. ein Antifaschist von einem jungen Nazi mit einem Messer lebensgefährlich verletzt wurde. Das wollen wir nicht unbeantwortet lassen und schicken Liebe, Kraft und Solidarität an den Genossen und alle Angehörigen. 
Während unser Genosse immernoch im Krankenhaus liegt, war der Täter nach kurzer Zeit wieder auf freiem Fuß.

Das zeigt, warum sich faschistische Angriffe immer mehr häufen können. Staat und Polizei beweisen immer wieder aufs neue, dass man sich nicht auf sie verlassen kann. Der Kampf gegen den Faschismus müssen wir alleine führen! 
Fachos fühlen sich zu sicher!
Dieser Angriff zeigt, dass Selbstschutz notwendig bleibt, um sich und andere in Zeiten des zunehmenden Rechtsrucks der Gesellschaft vor Faschos zu verteidigen.

Ein Angriff auf einen ist ein Angriff auf alle!

Organisiert den antifaschistischen Selbstschutz!

Instagram @antifajugendlg

Soli-Grüße vom OAT Hagen

In der Nacht des 21.06.2026 wurde ein Göttinger Antifaschist niedergestochen.

Er ist wie wir. Wir sind wie er- Antifaschist*innen aus Überzeugung.
Wir sagen: Antifa in die Offensive.
Wir sagen: Nicht mit uns!
Diese Tat zeigt uns erneut, wie wichtig Zusammenhalt ist.
Von Hagen nach Göttingen – Schulter an Schulter und niemals allein.
Wir wünschen dem Genossen alles erdenklich Gute und sind in Gedanken bei allen betroffenen Familienangehörigen und Genoss*innen.💜🏴🚩

Instagram @oat_hagen

Soli-Grüße aus Münster

Volle Solidarität, Liebe und Kraft an den angegriffenen Antifaschisten und die Strukturen in Göttingen!

(Cn Messerangriff)
In der Nacht von Samstag auf Sonntag (20. auf 21.06.2026) würde in Göttingen ein junger Antifaschist durch den Messerangriff eines Jungfaschisten lebensgefährlich verletzt.

Antifaschistischer Selbstschutz ist notwendig, wir stehen geschlossen hinter Betroffenen rechter Gewalt! Unsere Gedanken sind bei dem Genossen, der gerade im künstlichen Koma um sein Leben kämpft und seinen Freund*innen, Liebsten und den Strukturen in Göttingen.
Wir wünschen schnelle Genesung und schicken Liebe und Kraft!

Niemals allein, immer zusammen
Siamo tutti antifascisti! ✊❤️

Instagram @fantifams @antifalinkems @a_catkollektiv @eklat_ms

Wir kämpfen für das Leben – Soli-Grüße vom Budapest Antifascist Solidarity Committee

In der Nacht vom 20. auf den 21. Juni 2026 stach ein Neonazi in Göttingen einen Antifaschisten nieder und verletzte ihn lebensgefährlich. Als Solidaritätskomitee für die Antifaschist:innen, die im Budapest-Verfahren verfolgt werden, möchten wir unsere Anteilnahme, unsere Solidarität und unsere Gedanken zum Ausdruck bringen.

Die Ereignisse

Auf indymedia.org wurde der mutmaßliche Täter am Tag nach der Messerattacke geoutet (1): „Gestern in der Nacht vom 20. auf den 21.06.2026 wurde ein Genosse von uns durch den Jungfascho Max Dillmann niedergestochen und lebensgefährlich verletzt. Die Messertat ereignete sich im Fridtjof-Nansen-Weg in Göttingen. Max Dillmann ist klar als Täter zu benennen und der jugendlichen rechten Clique zu zu ordnen, in welcher auch der Täter der in der Nacht zum 03.06.2026 Neonazi Parolen am Albaniplatz in Göttingen geprayt und die Regenbogen Flagge welche seitlich auf den Stufen einer Treppe zu sehen war mit einer großen Deutschlandfahne übersprayt hat, zu finden ist.

Max Dillmann
Fridtjof-Nansen-Weg 10
37085 Göttingen“

Sven Adams, Anwalt aus Göttingen, erklärte am 22. Juni gegenüber der taz, dass mutmaßlich Dillmann dem Antifaschisten knapp neben dem Herzen ein Messer in die Brust gerammt habe, wobei eine Halsschlagader verletzt worden sei. Unser Mitstreiter habe so viel Blut verloren, dass er fünf Liter Spenderblut erhalten habe. Er liege im künstlichen Koma und werde abgekühlt. (2) Seit dem 22. Juni sei er außer Lebensgefahr und in einem stabilem Zustand. Allerdings sei auch die Lunge verletzt worden. (3)

Freund:innen des Verletzten sagten auf der spontanen Demonstration, die am 21. Juni in Reaktion auf den mörderischen Angriff stattfand: „Freunde, die vor Ort erste Hilfe geleistet und auf den RTW gewartet haben, stehen noch unter Schock. Was wir bislang und vorläufig sagen können: Niemand von linker Seite war bewaffnet und es gab kein Interesse an einer körperlichen Auseinandersetzung. Der Täter hat unvermittelt mit einem Messer zugestochen und unseren Freund im Brustbereich getroffen. Der Gesundheitszustand ist bedrohlich. Er befindet sich im künstlichen Koma, da mindestens ein großes Blutgefäß getroffen wurde und er sehr viel Blut verloren hat. Wir gehen davon aus, dass der Täter den Tod unseres Freundes mindestens billigend in Kauf genommen hat.“

Staatlich geförderte Mordlust

Seit einigen Jahren ist es Strategie militanter Neonazis, Notwehrsituationen vorzutäuschen, zu provozieren oder auszunutzen, um Antifaschist:innen schwer zu verletzen oder zu töten. (4) Im Dezember 2019 zog der Eisenacher Neonazi Leon Ringl ein Teppichmesser, als Antifaschist:innen ihn angriffen. (5) Im September 2021 fuhren vier Neonazis von Knockout 51 aus Eisenach nach Erfurt zum Autonomen Jugendzentrum (AJZ). Sie waren u. a. mit einer Axt und Pfefferspray bewaffnet und hofften, eine Auseinandersetzung mit Linken aus dem AJZ vom Zaun zu brechen und im Zuge dieser Auseinandersetzung die Linken schwer zu verletzen oder zu töten. (6) Im April 2024 stach Leander Schultze, Mitglied der Neonazi-Partei „III. Weg“, in Berlin auf zwei Antifaschisten ein und verletzte sie mit Stichen in die Brust und Schnitten am Oberschenkel schwer. (7) Nun teilte die Staatsanwaltschaft auch im Fall von Dillmann mit, dass er möglicherweise aus Notwehr gehandelt habe. (3)

Die Neonazis können dabei mit der Rückendeckung des Staats rechnen. Der 17-jährige Neonazi und mutmaßliche Täter Max Dillmann wurde von der Polizei kurzfristig festgenommen, habe zunächst von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch gemacht und wurde anschließend wieder auf freien Fuß gesetzt. (3) Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass sich ein dringender Tatverdacht gegen Dillmann nicht begründen lasse und dass eine Notwehrsituation nicht auszuschließen sei, sodass man ihn habe freilassen müssen. (2)

Den antifaschistischen Selbstschutz organisieren

Die Neonazis bereiten sich nicht nur darauf vor, uns zu ermorden. Sie sind bereits dabei, es zu tun. Es ist an uns, uns zu schützen und zu verteidigen und sie vom Morden abzuhalten. Wir wissen, dass wir dafür einen hohen Preis zahlen. So viele von uns sind aufgrund der staatlichen Verfolgung des militanten Antifaschismus gerade auf der Flucht, im Exil und im Knast oder werden noch ins Gefängnis gehen müssen. Das darf uns nicht abhalten. Denn gerade jetzt braucht es eine starke antifaschistische Bewegung. Es ist vollkommen klar, dass die AfD-Regierungen, die sich ab diesem Jahr in ostdeutschen Bundesländern bilden werden, den rechten Schlägern und Mördern freie Bahn lassen werden.

Wir sind in Gedanken bei unserem Mitstreiter, der unterstützt von Ärzt:innen und Pflegepersonal zwei Tage lang um sein Leben kämpfte und nun eine sicherlich mühselige Genesung vor sich hat. Wir denken auch an seine Familie, seine Freund:innen, an alle unsere lieben Leute in Göttingen. Wir sind für euch da.

An Leander Schultze, Max Dillmann und alle anderen Faschisten da draußen: Diese Taten werden euch keine Ruhe lassen.

Budapest Antifascist Solidarity Committee, 24. Juni 2026

Quellen:
(1) https://de.indymedia.org/node/746322
(2) https://taz.de/Nach-Messerangriff-durch-Rechtsextremen/!6189698/
(3) https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/23-jaehriger-in-goettingen-lebensgefaehrlich-verletzt-war-es-notwehr,goettingen-248.html
(4) https://taz.de/Voreingenommene-Ermittlungen/!6119165/
(5) https://www.antifaostkomplex.org/2026-02-05-18-prozesstag-antifa-ost-komplex/
(6) https://prozessdoku-thueringen.de/2024/06/03/34-verhandlungstag-ko51-26-03-2024/
(7) https://taz.de/Antifas-gegen-III-Weg-in-Berlin/!6144951/

Gefunden unter https://www.basc.news/wir-kaempfen-fuer-das-leben/

Solidarität nach Göttingen! Demo in Tübingen

+++ Unangemeldete Spontankundgebung nach Angriff auf Antifa +++ ca. 150 Personen auf dem Holzmarkt +++

Als Reaktion auf den Mordversuch in der Nacht vom 20. Juni an einen Antifaschisten in Göttingen, haben wir zu einer spontanen Kundgebung auf dem Tübinger Holzmarkt aufgerufen.

In der Rede des OTFR wurde klar gemacht, dass wir solidarisch hinter dem angegriffenen Genossen stehen, und aufzeigt, dass wir uns auf den Staat und die Bullen im Kampf gegen Rechts nicht verlassen können. Des weiteren haben wir die Rechtsentwicklung in der gesamten BRD thematisiert, denn rechte Gewalt entsteht nicht aus dem nichts, sondern wird von reaktionärer Politik vorangetrieben.

In einer weiteren Rede hat die Antifaschistische Aktion Tübingen dazu aufgerufen, aktiv zu werden, sich zu organisieren, den Kampf gegen den Faschismus nicht abreißen zu lassen.

Anschießend zog die Kundgebung als Spontandemo lautstark mit Pyrotechnik durch die Tübinger Innenstadt gezogen. Scheinbar wurden aus einer Pyrowolke Flyer auf dem Boden der Fußgängerzone verteilt, auf denen lokale Nazis abgebildet waren. So konnten wir auf den Flyern die Gesichter und Organisationen von Arthur Hammerschmidt und Nick Mauser lesen (AfD und III. Weg). Auch umstehende Passant:innen sahen sich die Flyer interessiert an.

Im Anschluss an die Sponti haben wir ein Soli-Bild für den Genossen gemacht, dass wir mit Wünschen zu einer schnellen Genesung nach Göttingen schicken!

Die antifaschistische Bewegung in Tübingen hat heute klar gemacht:
Wir stehen zusammen! Antifa selber machen!

Gefunden unter https://otfr.noblogs.org/post/2026/06/23/solidaritaet-nach-goettingen-demo-in-tuebingen/

Soli-Grüße vom OAT Wiesbaden

Vor zwei Tagen wurde in Göttingen ein feiger Mordversuch von einem Fascho auf unseren Göttinger Genossen verübt.
Der Genosse liegt aktuell im künstlichen Koma.

Das ist leider kein Einzelfall, sondern reiht sich ein in eine Serie rechter Gewalttaten und zeigt klar, wie offen gewaltbereit die Faschos in den letzten Jahren wieder geworden sind.

Für uns ist wichtig den Genossen und seine Angehörigen gerade jetzt nicht alleine zu lassen.

Wir stehen an eurer Seite und wünschen alles nur erdenklich Gute.

Solidarische und wütende Grüße aus Wiesbaden ❤️✊

Instagram @oatwiesbaden @straszen_antifa_wbn

Soli-Grüße aus Kiel

Am frühen Dienstagabend (23.06.2026) versammelten sich zwei Dutzend Antifas spontan und unangmeldet auf dem Vinetaplatz in Kiel-Gaarden, um ihre Solidarität mit dem in Folge eines neofaschistischen Messerangriffs am Wochenende schwer verletzten Antifaschisten aus Göttingen auszudrücken. Im Rahmen der fünfminütigen Blitzkundgebung wurde dieser Redebeitrag verlesen:

„Moin liebe Gaardener:innen, guten Abend liebe Genoss:innen,

wir versammeln uns hier spontan, um solidarische Grüße nach Göttingen zu senden. Dort wurde in der Nacht zu Sonntag ein Antifaschist von dem bekannten Faschisten Max Dillman niedergestochen und lebensgefährlich verletzt. Noch immer befindet er sich im künstlichen Koma im Krankenhaus. Wir stehen an der Seite des betroffenen Genossen und wünschen ihm viel Kraft und schnelle Genesung. Dass sich der schnell ausfindig gemachte Täter trotz des Mordversuchs längst wieder auf freiem Fuß befindet, beweist einmal mehr: Wir können uns beim Kampf gegen den erstarkenden Faschismus auf diesen Staat nicht verlassen. Im Gegenteil ist es der gesamtgesellschaftliche Rechtsruck, der faschistische Täter ermutigt, immer öfter loszuschlagen. Deshalb müssen wir als antifaschistische Bewegung zusammenstehen und den Selbstschutz gemeinsam organisieren, wenn die Faschisten angreifen.

Getroffen hat es einen – gemeint sind wir alle!
Solidarität mit unserem verletzten Genossen in Göttingen!
Tod dem Faschismus – schlagt zurück – no pasarán!“

Instagram @revolutionsstadt_kiel @antifajugendkiel @tkkg.kiel

Soli-Grüße aus Braunschweig

Solidarität und Kraft nach Göttingen!
In der Nacht am Wochenende wurde ein junger Antifaschist von einem Fascho mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt.
Dieser Angriff hat uns mal wieder die Notwendigkeit von Solidarität und antifaschistischem Selbstschutz, auch bei uns in Südniedersachsen, aufgezeigt. Wir wünschen dem Genossen Kraft und Gesundheit.
Kein Vergeben, kein Vergessen!🚩

Instagram @roter_ring @rotersternbs